Gedankenforschung



Forscher lesen Gedanken
Februar 2008

Die Hirnströme sind wie ein geistiger Fingerabdruck: Dennoch können jetzt Forscher Absichten aus individuellen Gedankenmustern vorhersagen – mit erschreckender Genauigkeit.

John-Dylan Haynes vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und seinem Team in Leipzig ist es in einem einfachen Zahlenexperiment gelungen, die Gedanken von Versuchspersonen aus ihrer Hirnaktivität abzulesen, berichtet das Fachjournal „Current Biology“.

Dazu ließen die Neurobiologen ihre Probanden zwischen zwei Entscheidungen frei wählen. Die Versuchspersonen sollten sich vornehmen, bei einer Rechenaufgabe zwei Zahlen entweder zu addieren oder zu subtrahieren – und das, bevor sie die Zahlen zu sehen bekamen. Dadurch stellten die Wissenschaftler sicher, dass sie ausschließlich die Intention aus der Gehirnaktivität herauslesen – und nicht die Rechenleistung verfolgen. Während des Rechnens blickten die Forscher den Versuchspersonen mithilfe der Magnetresonanztomografie ins Gehirn. Die Absichten ließen sich aus diesen Daten mit 70-prozentiger Genauigkeit erkennen, so die Wissenschaftler.

Charakteristische Gedankenmuster

"Die Experimente zeigen, dass Intentionen nicht in einzelnen Nervenzellen gespeichert werden, sondern in einem räumlich verteilten Muster neuronaler Aktivität“, erklärte Haynes. Für die Auswertung kombinierte ein Computer Messungen aus vielen Gehirnbereichen. Der Rechner erkannte dabei die charakteristischen Aktivierungsmuster, die bei den verschiedenen Absichten auftreten. Die Information für konkrete Absichten wurde dabei in anderen Bereichen des Gehirns gespeichert als die der tatsächlichen Handlung.

Die Forscher erhoffen sich durch ihre Ergebnisse eine Verbesserung klinischer und technischer Anwendungen. So könnten in Zukunft computergestützte Prothesen oder Verbindungen zwischen Gehirn und Computer gelähmten Patienten das Leben erleichtern. Allein durch Kraft der Gedanken wäre es möglich, beispielsweise künstliche Gliedmaßen oder einen Cursor auf einem Computerbildschirm zu bewegen.


Forscher erfolgreich: Computer liest Gedanken
April 2008

Für Gesunde bequem, für Behinderte eine große Chance: Das Berliner Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) arbeitet daran, Computer allein durch menschliches Denken zu bedienen.

Das Projekt, das zusammen mit der Klinik für Neurologie der Freien Universität Berlin entwickelt wurde, präsentieren die Berliner derzeit auf der CeBIT. Dabei werden die Gehirnströme des Menschen gemessen, ein lernfähiges Computersystem analysiert sie und wandelt sie in Steuerungssignale um. „Man steuert den Rechner nur über Gedanken“, erklärte Matthias Krauledat vom FIRST.

Derzeit ist es bereits möglich, auf diese Weise simple Computerspiele zu bedienen, bei denen man einen Cursor nach rechts oder links bewegt. Bevor dies funktioniert, muss der Computer sich auf die Gehirnströme der Testperson einstellen. Dazu gibt der Mensch in Gedanken dem Rechner etwa 20 Minuten auf Kommando Links- und Rechts-Befehle. Das System misst dann, welche Gehirnströme bei den jeweiligen Befehlen ablaufen, und kann sie nach der Testphase von sich aus erkennen.


„Let the machine learn (Lass die Maschine lernen)“, lautet das Motto des Fraunhofer-Projekts. Bei anderen Projekten sei dies umgekehrt, sagte FIRST-Sprecherin Mirjam Kaplow. Da müssten die Testpersonen versuchen, ihre Gehirnsignale dem Computer anzupassen. Das könne bis zu 300 Stunden dauern. Deshalb sei die Technik des FIRST einzigartig. Die Forschung konzentriert sich auf die Medizin. Die Forscher haben sich zum Ziel gesetzt, dass Menschen mit amputierten Gliedmaßen ihre Prothese vom Gehirn aus steuern können. Versuche mit gesunden Menschen, die mit ihren Gedanken einen virtuellen Arm steuerten, seien erfolgreich verlaufen, berichtete Kaplow. Nun stünden Tests mit Betroffenen an.


Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Rehabilitation. Theoretisch sei es mit dem System jetzt schon möglich, Text zu verarbeiten, erläuterte Krauledat. Dabei wird ein Ball auf dem Monitor zu den jeweiligen Buchstaben gesteuert. Allerdings dauert dies noch recht lange. Ungefähr zehn Sekunden brauche es für einen Buchstaben. „Für Behinderte, die sich anders nicht mehr verständigen können, ist das aber eine Hilfe“, meinte Krauledat. Denkbar ist es, dass die Technik eines Tages bei Sicherheitstechnologien im Auto eingesetzt wird. „200 Millisekunden bevor eine Bewegung erfolgt, kann sie der Computer erkennen“, sagte Kaplow. So könnten zum Beispiel vor einem Zusammenstoß rechtzeitig die Sicherheitsgurte gestrafft werden.


Wie Computer Gedanken lesen
Mai 2008

Forscher können durch Gehirnscans feststellen, welches Wort ein Versuchsteilnehmer denkt. Eines Tages könnte daraus womöglich ein System zum Gedankenlesen entstehen.

Können Computer bald unsere Gedanken lesen?
Das Ausspähen unserer geheimen Gedanken durch Computer? Keine Sorge, so weit ist es noch nicht. Wissenschaftler um Tom Mitchell von der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh/Pennsylvania, stellten allerdings nun im Fachjournal „Science“ ein Computermodell vor, mit dem das Denken bestimmter Wörter entschlüsselt werden kann.

Die Forscher untersuchten mithilfe des bildgebenden Verfahrens der funktionalen Magnetresonanztomografie die Hirnaktivitäten von neun Versuchsteilnehmern. Diese konzentrierten sich auf 60 bestimmt, häufig benutze Hauptwörter wie Hose, Arm, Uhr und Hund. Sie waren in zwölf Kategorien eingeteilt wie Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder Gemüse.

In einem zweiten Schritt bestimmten die Wissenschaftler dann, wie oft die getesteten Wörter in Texten zusammen mit 25 zuvor festgelegten Verben wie fühlen, schmecken, drücken oder heben auftauchten. Dazu durchforsteten sie Texte, die mehrere Millionen Wörter umfassten natürlich per Computer. Auf diese Weise erhielt jedes Wort ein individuelles Profil: Wörter aus der Kategorie „Gemüse“ etwa werden häufiger mit Verben wie „schmecken“ oder „essen“ benutzt, solche aus der Kategorie „Fahrzeuge“ öfter mit „fahren“ oder „heben“. „Die Bedeutung eines Apfels zum Beispiel ist in Hirnregionen abgebildet, die für Schmecken, Riechen und Kauen zuständig sind. Ein Apfel ist also, was man damit macht“, erläutert Co-Autor Marcel Just.

Vorhersage war kein Zufallstreffer

Die einzelnen Profile konnten die Wissenschaftler dann direkt mit den zuvor ermittelten Aktivierungsmustern in Verbindung setzen. Anschließend konnten sie allein aufgrund des Profils eines neuen Wortes das Aktivierungsmuster im Gehirn vorhersagen. Dies bestätigten sie in entsprechenden Versuchen. Die Genauigkeit der Vorhersage lag bei 77 Prozent. Selbst wenn die Forscher Wörter aus Kategorien testeten, die in der Trainingsphase nicht verwendet wurden, lag die Vorhersagegenauigkeit noch bei 70 Prozent und damit deutlich höher, als allein durch Zufall zu erwarten gewesen wäre.

Vom Gedankenlesen ist die Technik noch weit entfernt. Zunächst geht es den Forschern darum herauszufinden, wie das Gehirn Begriffe speichert und organisiert. Diese Erkenntnisse könnten der Erforschung von Störungen wie Autismus, Schizophrenie und Demenz helfen. „Unsere Arbeit ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zum Verständnis des Codes des Gehirns“, sagt Just. Als Nächstes planen die Forscher Untersuchungen zu einfachen Sätzen und Kombinationen von Adjektiven und Hauptworten sowie zu abstrakteren Begriffen und Konzepten.

Quelle: FOCUS Online Wissen

Sind die Gedanken bald nicht mehr geheim?
28.10.08 15:37


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Forscher können Erinnerungen aus Mäuserhirnen löschen



US-Wissenschaftler können nach eigenen Angaben gezielt bestimmte Erinnerungen bei Versuchstieren löschen - und wecken damit die Hoffnung, dass sich in ferner Zukunft auch beim Menschen traumatische Erlebnisse aus dem Gedächtnis tilgen lassen.

'Gezieltes Gedächtnis-Löschen gehört nicht länger ins Reich der Science Fiction', heißt es in einem Beitrag der Forscher um Joe Tsien vom Medical College of Georgia.

Die an Mäusen erprobte neue Technik könne womöglich eines Tages auch auf das menschliche Gehirn angewendet werden, um dort böse Erlebnisse oder tiefsitzende Ängste auszulöschen - während alle übrigen Erinnerungen erhalten blieben, schreiben die Wissenschafter im Magazin 'Cell Press'. Allerdings seien die Forschungen noch in einem sehr frühen Stadium.

Die Forscher machen sich die Erkenntnis zunutze, dass das Gedächtnis sich in vier verschiedene Stufen aufteilen lässt: Aneignen, Festigen, Speichern und Abrufen. Tsien zufolge können er und sein Team nun ein bestimmtes Protein bei genveränderten Mäusen manipulieren, das eine entscheidende Rolle beim Zusammenspiel der Hirnzellen spielt und damit wichtig für das Gedächtnis ist: Mit Hilfe des von den Labormäusen in besonders großer Menge ausgeschütteten Proteins ließen sich Informationen etwa aus dem Kurz- und Langzeit-'Angst-Gedächtnis' löschen, während sie abgerufen würden - während andere Erinnerungen im Mäusehirn keinen Schaden nähmen, erklärten die Forscher.

'Die Ergebnisse zeigen eine erfolgreiche genetische Methode, um schnell und spezifisch bestimmte Erinnerungen auszulöschen, etwa jene an alte und neue Ängste - und zwar, ohne die Hirnzellen zu schädigen', erläuterten die Forscher. Tsien zufolge könnte diese Methode eines Tages beispielsweise bei Kriegsveteranen angewendet werden, die nach ihrer Heimkehr unter traumatischen Erinnerungen zu leiden hätten. Allerdings sei es noch viel zu früh, um auf ein
Wundermittel zu hoffen: 'Wir sind bislang kaum am Fuße eines sehr hohen Berges angekommen', erklärte Tsien.

© AFP

Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
woraus wir nicht vertrieben werden können.

- Jean Paul
28.10.08 15:21


EU-Kommission will Nacktscanner durchsetzen



Trotz massiver Kritik auch aus dem Europarlament an dem geplanten Einsatz von so genannten Nacktscannern an Flughäfen hält die EU-Kommission an ihrem Vorstoß fest. Die Durchleuchtung bis auf die Haut könne 'in sehr effizienter Weise die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen ergänzen', sagte ein Sprecher von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani in Brüssel.
Den Passagieren würden dadurch lange Schlangen vor den Sicherheitskontrollen oder das Abtasten durch Sicherheitskräfte erspart.

Die deutsche Bundespolizei will die umstrittenen Ganzkörper-Scanner zur Kontrolle von Flugpassagieren im Labor testen. Der Einsatz der sogenannten Nackt-Scanner an hiesigen Flughäfen sei vorerst nicht geplant, sagte Bundespolizei-Sprecher Jörg Kunzendorf: 'Derzeit muss kein Passagier damit rechnen, an einem deutschen Flughafen mit einem Ganzkörper-Scanner kontrolliert zu werden.' Die Scanner durchleuchten die Unterwäsche und erstellen ein Bild, auf dem die kontrollierte Person nackt erscheint.

Die Labortests sollten in Kürze beginnen. Ziel ist es, mögliche gesundheitlichen Folgen der elektromagnetischen Strahlung und die Folgen fürden Persönlichkeitsschutz zu prüfen, wie Kunzendorf erläuterte. Auch müsse untersucht werden, ob die Scanner wirklich einen Sicherheitsvorteil brächten .Die geplanten Tests bedeuteten keinerlei Vorentscheidung über den tatsächlichen Einsatz der Nacktscanner an Flughäfen, sagte Kunzendorf: 'Die Untersuchung ist absolut ergebnisoffen.'


Quelle: Welt Online

Fragt sich, wann das Ganze dann anfängt, unter die Haut zu gehen, wobei das heutzutage auch schon der Fall ist.
28.10.08 15:10


Einsatz der Bundeswehr im Inneren



[© euro-police.noblogs.org]

Nun ist es also soweit gekommen, dass unsere Politiker Anfang Oktober eine Grundgesetzänderung durchgesetzt haben. Hierbei handelt es sich um den Artikel 35 des Grundgesetzes, welches bis vor kurzem besagte:

Artikel 35

(1) Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe.

(2) Zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung kann ein Land in Fällen von besonderer Bedeutung Kräfte und Einrichtungen des Bundesgrenzschutzes zur Unterstützung seiner Polizei anfordern, wenn die Polizei ohne diese Unterstützung eine Aufgabe nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten erfüllen könnte. Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte anfordern.

(3) Gefährdet die Naturkatastrophe oder der Unglücksfall das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen die Weisung erteilen, Polizeikräfte anderen Ländern zur Verfügung zustellen, sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte einsetzen. Maßnahmen der Bundesregierung nach Satz 1 sind jederzeit auf Verlangen des Bundesrates, im übrigen unverzüglich nach Beseitigung der Gefahr aufzuheben.

Soweit so gut. Die Änderung eben dieses Artikels besagt nun jedoch, dass auch ein Terroranschlag als abzuwehrender Unglücksfall gilt, der aber nicht unbedingt drohen muss, es reiche, wenn es Indizien auf einen möglichen, drohenden Anschlag gibt.
28.10.08 15:01


Demo „Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn“




Friedlich demonstrierten am 11. Oktober 2008 laut Angaben der Veranstalter etwa 100.000 Menschen gegen die massiven Einschränkungen ihrer Privatsphäre durch RFID-Chips, Vorratsdatenspeicherung und Freigaben von Daten. Anwesend waren unter anderem viele Ärzte und auch Parteien, wie die Linke, die Grünen, die FDP, die Piratenpartei, die sich gegen Herrn Schäubles Pläne stellten.

Der Treffpunkt war zunächst am Alexanderplatz (Neptunbrunnen) angesiedelt, von wo aus man nach einer Einleitungsrede um ca. 15:00 Uhr Richtung Brandenburger Tor zog.
Zwischenzeitlich fielen immer wieder passenden Parolen, wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Daten klaut!“, „Hallo Staat, ich bleib privat!“ und „Freiheit stirbt mit Sicherheit!“, sogar das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei“ wurde häufig angestimmt und zusammen gesungen. Dies zeigte vor allem, wie wichtig es den Demonstranten war, gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen.
Anschließend wurden am Brandenburger Tor diverse Abschlussreden gehalten, die sich vorrangig positiv zu der Demo äußerten, auf verschiedene anwesende Randgruppen eingingen, sich über die internationale Beteiligung freuten und ernsthaft ihre Themen diskutierten.

Und so folgte ab 18:30 eine „Lange Nacht der Überwachung“, welche in sieben Berliner Clubs gefeiert wurde, die diesen Tag, trotz vielerlei negativer Befürchtungen, friedlich ausklingen ließen.
28.10.08 14:37


12.9.08 18:16


Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!




Aufruf zur Demo in Berlin am Samstag, den 11.
Oktober ab 14:00 Uhr


Bürgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde Überwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 11. Oktober 2008 werden besorgte Bürgerinnen und Bürger in Berlin unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" auf die Straße gehen. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14:00 Uhr.


Der Überwachungswahn greift um sich. Staat und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren uns immer vollständiger. Egal, was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen oder fahren, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir engagiert sind - der "große Bruder" Staat und die "kleinen Brüder und Schwestern" aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Der daraus resultierende Mangel an Privatsphäre und die Vertraulichkeit gefährdet die Freiheit des Glaubensbekenntnisses, die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Koalitionsfreiheit, Unternehmensintegrität, die Arbeit von Ärzten, Beratungsdiensten und Rechtsanwälten.


Unsere Forderungen

1. Überwachung abbauen


* Keine pauschale Registrierung aller Flugreisenden (PNR-Daten)
* Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Datenschutz
* Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline
* Keine pauschale Überwachung und Filterung von Internet-Kommunikation (geplantes EU-Telekom-Paket)
* Keine Finanzierung der Entwicklung neuer Überwachungstechniken
* Abschaffung der flächendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)
* Abschaffung der flächendeckenden Erhebung biometrischer Daten, sowie von RFID-Ausweisdokumenten
* Abschaffung der flächendeckenden Sammlung genetischer Daten
* Abschaffung von Video-Überwachung und automatischer Verhaltenserkennungssysteme


2. Evaluierung der bestehenden Überwachungsbefugnisse

Wir fordern eine unabhängige Überprüfung aller bestehenden Überwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und schädliche Nebenwirkungen.


3. Moratorium für neue Überwachungsbefugnisse

Nach der inneren Aufrüstung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.


4 . Gewährleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs über das Internet

* Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.
* Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabhängiger und unparteiischer Richter.
* Einführung eines uneingeschränkten Zitierrechts für Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar für die öffentliche Debatte in Demokratien ist.
* Schutz von Plattformen zur freien Meinungsäußerung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur begünstigen (abschreckende Wirkung).


Alles weitere hier.
2.9.08 01:54


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